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Mendig, der Flugplatz und das alte Französische Fort...
 
Erstmals im Jahr 1041 als "Menedich" urkundlich erwähnt, ist Mendig heute eine kleine aufstrebende Stadt in Rheinland-Pfalz, liegt im Vulkanpark der Vordereifel des Kreises Mayen / Koblenz und nur 5 km vom naturgeschützen Laacher See entfernt. Mit den insgesamt rund 14 Tausend Einwohnern ist Mendig heute vor allem bekannt durch seine frühere Steinindustrie und Brauereien, aber auch durch seine berühmten Felsenkeller, eine Touristenattraktion, die beim Basaltabbau der Mendiger Mühlstein-Lava im 18. Jahrhundert entstanden sind. Die so entstandenen kühlen Stollen dienten ab Mitte des 19. Jahrhunderts als Gär- und Lagerkeller für viele Brauereien.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Das Paintball Event Field Gate-1 findet seinen PLatz im ehemaligen und so genannten "Französischen Fort", das später als Teil des militärischen Flugplatzes in Mendig errichtet wurde. Mit dem Bau des Flugplatzes wurde unmittelbar nach dem Kriegsausbruch im Sptember 1939 begonnen. Während des ganzen Krieges waren hier verschiedene Einheiten der Luftwaffe stationiert. Am 09.03.1945 wurde der Flugplatz zunächst von US-Truppen besetzt. Am 13.07.1945 übernahmen französische Soldaten das Gelände.

 

Alle Gebäude des heutigen Altbereiches des Flugplatzes wurden zwischen 1946 und 1948 im Auftrag der französischen Armee von deutschen Firmen gebaut. Hierzu zählt denn auch die "Französisches Fort" genannte Gebäudegruppe, in der Werkstätten, Lagerhallen, Fahrzeughallen usw. untergebracht waren. Luftwaffeneinheiten waren aber auf dem Flugplatz nur kurze Zeit stationiert. Die Soldaten gehörten zu einer Versorgungseinheit des französischen Heeres.

 

In dem Gebäude, das später als "UHG" (Unteroffiziersheimgesellschaft) bezeichnet wurde, befand sich damals die Unteroffiziersmesse der Franzosen. Sie wurde wahrscheinlich am 01. Juni 1948 im Betrieb genommen. In dem Gebäude, in dem sich heute dort der Haupteingang befindet, war damals ein Kino. Später wurde das Gebäude als Magazin, Lagerraum usw. benutzt.

Nach den Aufstellungsbefehlen des neuen Bundesministers der Verteidigung vom 18.09.1956 und 12.12.1956 sollten auf dem Niedermendiger Flugplatz die ersten Einheiten der Heeresflieger der neu gegründeten Bundeswehr aufgestellt werden. Am 07.01.1957 übergab die französische Armee das Flugplatzgelände an die Bundeswehr. Ab dem 16.02.1957 wurden die ersten Heeresfliegereinheiten hier untergebracht und am 18.04.1957 leisteten die ersten Soldaten der Heersfliegertruppe im Innenhof des "Alten Forts" den Fahneneid. Flugplatz Mendig 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1963 entschied man sich zum Bau neuer Flugzeughallen und Unterkünfte, weil die Renovierung der alten Gebäude als zu unwirtschaftlich angesehen wurde. Im Oktober 1968 wurden die neuen Gebäude bezogen. Seither wurden die Gebäude des "Altbereiches" offensichtlich nur noch als Lager, Abstellfläche usw. benutzt. Die UHG war aber bis kurz vor der Räumung des Flugplatzes durch die Bundeswehr in Betrieb.